Negative Börsenpreise & Netzengpässe: Warum Speicher und smarte Vermarktung bei PV-Investments zählen
Pronsfeld. Der Strommarkt verändert sich grundlegend, und mit ihm die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen. Im Jahr 2025 gab es an der deutschen Strombörse rund 573 Stunden mit negativen Spotmarktpreisen. Für Betreiber von Photovoltaikanlagen ist das mehr als eine Randnotiz, denn in diesen Phasen lässt sich eingespeister Strom häufig nur eingeschränkt erlösbringend verkaufen.
Verschärft wird die Lage durch das sogenannte Solarspitzengesetz. Seit dem 25. Februar 2025 entfällt für neue Photovoltaikanlagen die EEG-Einspeisevergütung bereits ab der ersten Viertelstunde mit negativem Börsenpreis, die frühere Pufferregel von drei Stunden wurde gestrichen. Ein Kompensationsmechanismus nach Paragraf 51a EEG hängt die ausgefallenen Zeiträume zwar an das Ende der zwanzigjährigen Förderdauer an, der laufende Ertrag in den betroffenen Stunden bleibt jedoch aus.
Hinzu kommen Ertragsausfälle durch Abregelungen und Netzengpässe. Wenn das Netz die Einspeisespitzen aus Sonne und Wind nicht aufnehmen kann, werden Anlagen gedrosselt. Für Investoren bedeutet das: Die reine Menge an erzeugbarem Strom sagt immer weniger darüber aus, welcher Ertrag am Ende tatsächlich ankommt. Entscheidend wird, wann und wie der Strom vermarktet wird.
Genau an dieser Stelle gewinnt unter anderem der Batteriespeicher als Teil des Bilanzkreismanagements an Bedeutung. Ein Batteriespeicher ermöglicht es, den erzeugten Strom zwischenzuspeichern, Netzengpässe zu reduzieren und zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten zu schaffen. Aus einem starren Einspeiseprofil wird so ein steuerbares. Klassische Vergütungsmodelle wie die feste EEG-Einspeisung oder einzelne Stromabnahmeverträge stoßen in diesem Umfeld zunehmend an ihre Grenzen.
Auf diese Entwicklung reagiert die Frank Finanzplanung GmbH & Co. KG aus Pronsfeld mit einem Konzept, das die Photovoltaikanlage und den erzeugten Strom in ein aktives Bilanzkreismanagement einbindet. Nach eigener Darstellung entscheidet daher nicht allein die eingespeiste Strommenge über den wirtschaftlichen Erfolg, sondern vor allem, wann und zu welchen Konditionen der erzeugte Strom vermarktet wird. Das Familienunternehmen begleitet Investoren bei Auswahl, Finanzierung und Umsetzung solcher Direktinvestments.
Wie bei jeder Kapitalanlage gilt auch bei Photovoltaik-Direktinvestments, dass eine sorgfältige Prüfung der Investition unerlässlich ist. Die veränderten Rahmenbedingungen am Strommarkt machen eine ganzheitliche Betrachtung der wirtschaftlichen, technischen und steuerlichen Aspekte wichtiger denn je. Nach Angaben des Unternehmens wurde hierfür ein eigener Fünf-Punkte-Prüfprozess entwickelt, anhand dessen sich die wirtschaftliche Tragfähigkeit von Photovoltaik-Direktinvestments systematisch bewerten lässt. Ziel ist es, Investoren eine nachvollziehbare Grundlage für die Beurteilung von Chancen und Risiken zu bieten.
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29. Juli 2026 | ID: 10747 | Artikel löschen |
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