Crédit Mutuel Arkéa stärkt Betrugsprävention mit RiskShield von INFORM
Crédit Mutuel Arkéa mit Hauptsitz in der französischen Hafenstadt Brest gehört zu den führenden genossenschaftlichen Banken- und Versicherungsgruppen Frankreichs. Um ein reaktionsschnelleres und anpassungsfähigeres Umfeld für Kartenzahlungen und ausgehende Überweisungen zu schaffen, hat Arkéa ihren bisherigen Ansatz zur Betrugsprävention modernisiert. Mit RiskShield des KI- und Optimierungsspezialisten INFORM führte die Bank eine Plattform ein, die Betrugsversuche in Echtzeit erkennt und blockiert und den Fraud-Teams zugleich ermöglicht, die Erkennungslogik schnell anzupassen.
Einsatz in unterschiedlichen Bankenumgebungen
Arkéa entschied sich dabei für eine flexible und konfigurierbare Plattform, die sich an das spezifische Betriebsmodell der Bank anpassen und auf unterschiedliche Bereiche der Betrugsprävention ausweiten lässt. Darüber hinaus ist die Lösung darauf ausgelegt, weitere französische Retailbanken einzubinden, die auf Arkéas Expertise in der Betrugsprävention zurückgreifen. Nach Angaben von Arkéa verlief die Implementierung strukturiert und in enger Zusammenarbeit. Der intensive Austausch zwischen den Fraud-Teams von Arkéa und INFORM unterstützte den Rollout und bildete die Grundlage für die weitere Zusammenarbeit. „Heute verarbeitet RiskShield rund 70 Millionen Kartentransaktionen und acht Millionen Überweisungen pro Monat in Echtzeit“, beschreibt Clément Leroux, verantwortlich für die Betrugserkennung bei Crédit Mutuel Arkéa, die Dimension des täglichen Einsatzes.
Arkéa setzt die Plattform nicht nur zum Schutz der eigenen Kunden ein, sondern bietet auch anderen französischen Banken Dienstleistungen zur Betrugsprävention an. Diese greifen dabei auf Arkéas operative Expertise und Erfahrung zurück. Damit steigt zugleich die Komplexität, da unterschiedliche Bankenumgebungen konsistent gesteuert werden müssen, ohne die jeweiligen Anforderungen an die Betrugsprävention aus dem Blick zu verlieren. Mit RiskShield verwaltet Arkéa diese unterschiedlichen Umgebungen innerhalb eines zentralen Frameworks zur Betrugsprävention. Dedizierte Workflows und Case-Management-Prozesse lassen sich an die Anforderungen des jeweiligen Instituts anpassen. Auf diese Weise kann Arkéa Dienstleistungen zur Betrugsprävention auch über verschiedene Bankenumgebungen hinweg bereitstellen.
Schnelle Anpassung an neue Betrugsszenarien
Für Arkéa ist insbesondere die Möglichkeit wichtig, Strategien zur Betrugserkennung kurzfristig anzupassen. Die Fraud-Teams können neue Erkennungsszenarien entwickeln, bei Bedarf mit historischen Daten simulieren und anschließend ohne langwierige Entwicklungszyklen oder externe Abhängigkeiten ausrollen. So kann Arkéa schneller auf veränderte Vorgehensweisen im Bereich Financial Crime reagieren. „Seit der Einführung von RiskShield haben die Betrugsversuche im Überweisungsverkehr stark zugenommen. Gleichzeitig haben wir unsere Fähigkeit, die Erkennungsstrategien entsprechend anzupassen, deutlich verbessert“, so Leroux.
Die Regeln können kontinuierlich verfeinert und damit an neue Bedrohungen angepasst werden. Dafür bezieht die Bank umfangreiche Kontextinformationen in ihre Entscheidungen ein, darunter Kundenhistorie, bisheriges Transaktionsverhalten, Kundenprofile, IP-Adressen und User-Agent-Informationen. Auf dieser Grundlage lassen sich Erkennungsszenarien differenzierter gestalten. Zugleich verbessert sich die Abdeckung in der Betrugserkennung, während die Zahl der False Positives reduziert werden kann. „Unsere Betrugserkennung ist deutlich einfacher geworden, und Betrug in Echtzeit zu blockieren, ist für uns das Wichtigste“, betont Leroux.
Effizienzgewinne im operativen Betrugsmanagement
Die Software bündelt Regelmanagement, Fallbearbeitung und operative Betrugsprozesse in einer zentralen Umgebung. Mit dem integrierten Case Management bearbeitet Arkéa Betrugsfälle direkt in der Plattform und anhand optimierter Workflows. Das verbessert die Abstimmung zwischen den Teams, beschleunigt die Fallbearbeitung und vereinfacht die Zusammenarbeit zwischen den 22 RiskShield-Stakeholdern aus den verschiedenen operativen und fachlichen Bereichen. „Wir haben nicht nur die Bearbeitung von Betrugsfällen gestrafft, sondern auch die operativen Bearbeitungszeiten um rund 20 Prozent reduziert“, berichtet Leroux.
Auch für Reporting und Analyse nutzt Arkéa die in der Plattform gebündelten Daten. Standardisierte Datenexporte bilden die Grundlage für operatives Reporting, Management-Reporting, monatliche Betrugsanalysen und regelmäßige Reviews. Dadurch erhält Arkéa einen konsolidierten Überblick über Betrugstrends und kann Entwicklungen über verschiedene Kundengruppen und Transaktionsarten hinweg strukturiert analysieren.
Mit der Weiterentwicklung von Betrugsmustern, Zahlungsmethoden und regulatorischen Anforderungen baut Arkéa ihre RiskShield-Umgebung kontinuierlich aus. Ein aktueller Schwerpunkt liegt auf der Authentifizierung und der risikobasierten Authentifizierung (RBA). In diesem Bereich schreitet die Zusammenarbeit bereits erfolgreich voran. Nach dem Deployment und der Integration der Lösung in Arkéas Infrastruktur ist der Produktivstart für 2026 geplant.
Skalierbares Framework für die Betrugsprävention
Das Projekt ist Teil der Strategie von Arkéa, das eigene Framework zur Betrugsprävention kontinuierlich weiterzuentwickeln und zugleich flexibel auf neue Bedrohungen und regulatorische Anforderungen reagieren zu können. Die Kombination aus Regelmanagement, der kurzfristigen Implementierung neuer Szenarien und zentralisiertem Case Management schafft dafür eine gemeinsame Grundlage für die Transaktionsüberwachung in Echtzeit. Das Framework lässt sich fortlaufend an neue Betrugsszenarien anpassen und unterstützt die Betrugsprävention über mehrere Retailbanking-Umgebungen hinweg.
(Bildquelle: Crédit Mutuel Arkéa)
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03. November 2026 | ID: 13473 | Artikel löschen |
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