Bio-Wasseruhr: Deutscher Ökolandbau sichert trotz Dürre über 2,7 Milliarden Kubikmeter reines Grundwasser

Essen, Trinken | Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser e.V.
Bio-Wasseruhr: Deutscher Ökolandbau sichert trotz Dürre über 2,7 Milliarden Kubikmeter reines Grundwasser

Neumarkt in der Oberpfalz, 18. August 2026. Die dramatische Trockenheit in Deutschland hält an: Nach dem extremen Dürrejahr 2025 mit Negativ-Rekordwerten im Frühling setzt sich die Niederschlagsarmut im Jahr 2026 bisher nahtlos fort. In dieser akuten Wasserkrise liefert die ökologische Landwirtschaft einen entscheidenden Beitrag zur Rettung unserer heimischen Trinkwasserreserven. Wie die neuesten Daten der digitalen Bio-Wasseruhr der Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser e.V. belegen, wurden im vergangenen Jahr trotz der massiven Dürre auf deutschen Ökoflächen über 2,7 Milliarden Kubikmeter Wasser geschützt und sauber in die Grundwasserspeicher geleitet.

Der Hintergrund: Ökoflächen wirken wie ein schadstofffreier Schwamm und lassen das wenige Regenwasser mehr als doppelt so gut in die Grundwasserspeicher einsickern wie konventionelle Ackerflächen. Unter http://www.bio-wasseruhr.de macht das Monitoring-Tool transparent, welchen ökologischen und ökonomischen Mehrwert die Bio-Betriebe in Zeiten des sich beschleunigenden Klimawandels schon heute für die Gesellschaft erwirtschaften.

Die zentralen Werte der Bio-Wasseruhr für das Gesamtjahr 2025 im Überblick:

· 2.732.075.940 Kubikmeter Wasser (mehr als 2,7 Billionen Liter) hat der Ökolandbau durch seinen konsequenten Verzicht auf alle Ackergifte vor Pestiziden, Kunstdüngern und anderen Chemikalien geschützt und sauber in die Grundwasserspeicher gelangen lassen. Das ist ungefähr so viel Wasser wie der Schweriner See (Mecklenburg-Vorpommern), die Müritz (Mecklenburg-Vorpommern), der Königssee (Bayern), der Große Plöner See (Schleswig-Holstein) und der Plauer See (Mecklenburg-Vorpommern) zusammen enthalten. In den vergleichsweise niederschlagsreichen Vorjahren 2024 und 2023 waren es sogar 4,0 bzw. 3,8 Milliarden Kubikmeter Wasser.

· 1.934.350 Hektar Ökolandbaufläche und damit 11,7 Prozent der Ackerflächen in Deutschland bildeten 2025 das Fundament für diesen überproportional wirkungsvollen Wasserschutz (2024: 11,5 Prozent, 2023: 11,4 Prozent, 2020: 10,3 Prozent, 2010: 5,9 Prozent, 2000: 3,2 Prozent).

· 642 Liter Niederschlag pro Quadratmeter markieren das Jahr 2025 als eines der historisch trockensten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Im Vergleich zum langjährigen Mittel brachen die Niederschläge um ganze 17 Prozent ein. Von Anfang Februar bis Mai war es in Deutschland dabei so trocken wie noch nie. Auch die später im Jahr vielerorts Überschwemmungen hervorrufenden Starkregenereignisse glichen dies bei weitem nicht aus.

· 137 Prozent bzw. 2,37-mal höhere Regenaufnahme: Ökolandbauflächen wirken im Vergleich zu konventionell bewirtschafteten Böden wie ein guter Schwamm. Sie sorgen dafür, dass nicht nur bei zunehmender Dürre, sondern auch bei den durch den Klimawandel zukünftig häufiger auftretenden plötzlichen Unwettern mehr Niederschlag sauber den Weg in die Grundwasserspeicher findet, statt als Hochwasser über die Felder in die Siedlungsgebiete abzufließen.

· Bis zu 1,8 Milliarden Euro eingesparte Kosten: Weil im Ökolandbau Schadstoffe wie Kunstdünger und Pestizide gar nicht erst auf die Felder ausgebracht werden, entfällt für das auf Ökoflächen in die Böden eingesickerte Wasser die aufwendige technische Aufbereitung durch die Wasserversorger. Das entlastet die Allgemeinheit direkt, die diese Aufbereitung normalerweise über die Wasserrechnung bezahlen müsste.

Frank Stieldorf, Geschäftsführer des Bioverbands Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser: „Die Daten der Bio-Wasseruhr zeigen ganz unmissverständlich: Gerade in Zeiten extremer, aufeinanderfolgender Dürrejahre wie 2025 und 2026 ist der Ökolandbau unsere wichtigste Lebensversicherung für sauberes Trinkwasser. Unsere Bio-Böden wirken wie ein hochfunktionstüchtiger Schwamm. Sie nehmen den spärlichen Regen optimal auf und lassen ihn unbelastet von Ackergiften versickern. Wer das Grundwasser von morgen sichern will, muss den Ökolandbau jetzt konsequent und flächendeckend fördern. Jeder Cent, der hier investiert wird, spart der Allgemeinheit ein Vielfaches an späteren Reparaturkosten und entlastet schon heute die Privathaushalte wirkungsvoll über die Wasserrechnung.“

Zum Hintergrund:

Ohne Gift: Doppelter Wasserschutz durch Ökolandwirtschaft

Bio-Betriebe verzichten bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen konsequent auf künstliche Düngemittel sowie auf Pestizide und andere Ackergifte. Das bedeutet, dass Schadstoffe gar nicht erst ausgebracht werden und deshalb auch nicht ins Grundwasser einsickern können. Die natürlichen Wasservorkommen, in deren Einzugsgebiet ökologisch gewirtschaftet wird, sind somit bestmöglich vor menschgemachten Schadstoffen geschützt. Ökologische Flächen besitzen eine weitere wesentliche Eigenschaft, die jeden Quadratmeter Ökolandbau zu einem wertvollen Beitrag für den Trinkwasserschutz machen. Da die Böden eine deutlich höhere biologische Vielfalt und damit eine lockere Struktur aufweisen, erreichen sie laut diverser Studien rund die doppelte, laut einer Metastudie des renommierten Thünen-Instituts sogar ein um rund 137 Prozent höhere Regenaufnahme gegenüber konventionell bewirtschafteten Böden. Das Regenwasser sickert besser in den Boden ein, und der Teil, der nicht von den Pflanzen aufgenommen wird oder verdunstet, kann ungehindert seinen Weg in das Grundwasser antreten. Das hilft nicht nur bei Dürre, sondern auch bei den plötzlich auftretenden Starkregenereignissen, weil der Niederschlag auch dann besser seinen Weg in die Grundwasserspeicher findet statt als Hochwasser über die Felder in die Siedlungsgebiete abzufließen.

Die Werte der Bio-Wasseruhr

Zur Berechnung des auf landwirtschaftlichen Flächen geschützten Wassers setzt die Bio-Wasseruhr auf Basis amtlicher und ergänzender wissenschaftlicher Daten drei Dinge ins Verhältnis: 1. die durchschnittliche Menge an Niederschlägen in Deutschland innerhalb eines Jahres[6], 2. die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Deutschland im entsprechenden Jahr bzw. deren Anteil sowie 3. die durchschnittliche Grundwasserneubildungsrate auf ökologisch bewirtschafteten Flächen. Letztere wird wegen der im Vergleich weit höheren Regeninfiltrationsrate auf Ökoflächen – äußerst konservativ – mit 22 Prozent angesetzt, während für konventionelle Böden lediglich von einer Grundwasserneubildungsrate von 16 Prozent ausgegangen wird.

Zur Berechnung des monetären Mehrwerts für die Gesellschaft legt die Bio-Wasseruhr direkt die Kosten zugrunde, die bei Wasserversorgern bei der Aufbereitung eines Kubikmeters von Nitrat und Pestiziden belasteten Wassers anfallen und die von den Haushalten ansonsten mit der Wasserrechnung bezahlt werden müssen. Dies sind aktuell etwa 65 Euro-Cent pro Kubikmeter. Dieser Kostenblock wird allerdings stetig größer, denn mit der Ausbringung von immer mehr Schadstoffen auf den Äckern steigen auch die Anforderungen an die Wasseraufbereitung. Wobei zu berücksichtigen ist, dass die Aufbereitung genau das tut, was schon begrifflich in ihr steckt: Sie macht das Wasser nicht komplett rein, sondern bereitet es so auf, dass gesetzliche Grenzwerte für die enthaltenen Schadstoffe eingehalten werden. Der Wasserschutz durch Ökolandwirtschaft dagegen sorgt dafür, dass das Wasser gar nicht erst verschmutzt wird.

(Bildquelle: @Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser e.V.)
Für den Inhalt des Artikels ist allein der Verfasser/Pressekontakt verantwortlich. devAS.de (Betreiber dieser Webseite) distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen.
18. August 2026 | ID: 11153 | Artikel löschen |

Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser e.V.

Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser e.V.
Dammstraße 7
92318 Neumarkt i.d.OPf.
Deutschland
09181/2700090

http://www.bio-mineralwasser.de

Über die Qualitätsgemeinschaft Bio-Mineralwasser e.V.:
Die Qualitätsgemeinschaft Biomineralwasser e.V. setzt sich seit 2008 ein für einen behutsamen Umgang mit unserem wichtigsten Lebens-Mittel, dem Wasser. Sie wacht über die Richtlinien für das von ihr vergebene Qualitätssiegel „Bio-Mineralwasser“ und sensibilisiert Branche und Verbraucher für die Problematik der zunehmenden Wasserverschmutzung. Mitglieder der Qualitätsgemeinschaft sind u.a. die Bio-Anbauverbände Bioland, Demeter, Naturland und Biokreis sowie der Bundesverband Naturkost Naturwaren und die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller. Um das Bio-Mineralwasser-Siegel der Qualitätsgemeinschaft zu erlangen, müssen Mineralbrunnen den Verbrauchern ein Höchstmaß an Qualität und Transparenz sowie Nachhaltigkeit garantieren. Die dafür geltenden Richtlinien werden laufend an neue wissenschaftliche Erkenntnisse angepasst. Ihre Einhaltung überwacht und zertifiziert die unabhängige, staatlich zugelassene Biokontrollstelle Kiwa-BCS Öko-Garantie GmbH. Als bundesweit erstes Bio-Mineralwasser wurde bereits 2009 BioKristall des Bio-Pioniers Neumarkter Lammsbräu zertifiziert, es folgten Ensinger in Baden-Württemberg (Ensinger Gourmet), Voelkel in Niedersachsen (BioZisch-Limonade), Lammsbräu (now-Limonade), die Rheinsberger Preussenquelle aus Brandenburg, die Johann Spielmann GmbH aus Nordrhein-Westfalen (Landpark Bio-Quelle), Bad Dürrheimer aus Baden-Württemberg, Labertaler Heil- und Mineralquellen aus Bayern (Stephanie Gourmet), Carolinen Brunnen aus Nordrhein-Westfalen, Vilsa Brunnen aus Niedersachsen, die Getränkegruppe Hövelmann aus Nordrhein-Westfalen (Urquell Bio-Mineralwasser, Rheinperle Bio Limo leicht), die Molkerei Gropper aus Bayern (rieser Urwasser), das Start-Up Untouched aus Hamburg, Brandenburger Mineralbrunnen aus Brandenburg (Grüne Quelle Brandenburg), Lieler Schlossbrunnen aus Baden-Württemberg (Lieler Waldquelle) sowie Hassia (Elisabethen Quelle). Mehr Informationen über Bio-Mineralwasser finden Sie unter http://www.bio-mineralwasser.de

Haussmann Strategic Advisory
Pariser Platz 6a
Berlin

0173-3015911

http://www.haussmann-strategic-advisory.de/
S-IMG

Weiteres aus "Essen, Trinken"


Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP)
Umfrage zeigt Informationsdefizite bei Verbraucherinnen und Verbrauchern

Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF)
Mocktails zu Weihnachten: Warum bis Neujahr mit dem Dry January warten?

Pack4Food24.de - Der Spezialist für Gastronomie, Imbiss & Lebensmittelhandel
Die Renaissance des regionalen Backhandwerks im Spannungsfeld des Discount-Wettbewerbs


Neumarkter Lammsbräu Gebrüder Ehrnsperger KG
Neumarkter Lammsbräu mit neuen Bestmarken